Photographie Manfred Rößmann

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Fotografie, die ihrem Gegenstand verpflichtet ist, Fotografie, die nicht von ihm abstrahiert, Fotografie, die über das Dokumentarische hinausgeht und den gesellschaftlichen Kontext ergreift: Dieser realistischen Richtung der Fotografie fühle ich mich verpflichtet.

Seit Jahren in meiner Freizeit als Fotograf; meine Themen sind vielfältig, von der Natur- und Landschaftsaufnahme bis zu sozialen Ereignissen fühle ich mich stets dem abgebildeten Gegenstand verbunden, damit dieser nicht Objekt bleibt, sondern durch das Bild spricht.

In den letzten Jahren habe ich die Bühnenprojekte des TheaterProzess und des Heinrich-Heine-Club Offenbach fotografisch begleitet.

Ich bin Mitglied der AG FotoGesellschaft in der KunstGesellschaft Frankfurt, die schon durch ihre Namensgebung den gesellschaftlichen Zusammenhang aller Kunst behauptet.

Diese Seiten zeigen meine Fotos in Alben / Galerien organisiert. Auf meiner TextSeite bringe ich Beiträge und Berichte zu den Fotos.

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18.04.2016 Ernst Pilick spielt Joachim Ringelnatz

Einige LeserInnen werden dabei gewesen sein: Bei der Eröffnung der Spielsaison des Heine-Clubs im restlos ausverkauften Theateratelier Bleichstraße 14H begeisterte und faszinierte der 88-jährige Schauspieler Ernst Pilick - er war der Älteste im Saal - mit auserwählten Texten von Joachim Ringelnatz in Offenbach sein Publikum. Danke!

 

Es ist immer wieder eine große Freude den Schauspieler Ernst Pilick zu erleben. Der 88-Jährige (!) macht keine Lesung, er spielt die Werke seiner Dichter und versteht es in hervorragender Weise sein Publikum in seinen Bann zu ziehen. Pilick ist längst Kult und Legende unter den herausragenden Rezitatoren unseres Landes. Aus seinem Repertoire haben wir diesmal den literarischen "Tausendsassa" Joachim Ringelnatz ausgewählt.

 

Ringelnatz (1883-1934), als Hans Gustav Bötticher geboren, wurde einst vom staatlichen Gymasium verwiesen, war Dichter, Schriftsteller, Maler, Kabarettist, Seemann, Tabakladenbesitzer, Riesenschlangenschlepper, Urwaldflüchtling, Obdachloser, Zeitungsverkäufer, Tätowierter, Mariner, Bibliothekar, Ehemann und und und ... ein Multitalent. Sein bewegter Lebensweg führte wie eine Berg- und Talfahrt durch Länder von nah und fern.

 

Bunt wie sein Leben sind seine Erzählungen, Gedichte und die satirischen Verse. Mal melancholisch, träumerisch, auch skurril, oft ironisch und spöttisch, manchmal derb, mal süß, bizarr, auch poetisch, lyrisch und oft mit überraschender Pointe.

 

Wie Pilick die Poeme von Ringelnatz aus dem Gedächtnis abruft, gestisch und mimisch die Vielfältigkeit von Ringelnatz unterstreicht, ist ein kulturelles Ereignis der ganz besonderen Art!

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