Photographie Manfred Rößmann

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Fotografie, die ihrem Gegenstand verpflichtet ist, Fotografie, die nicht von ihm abstrahiert, Fotografie, die über das Dokumentarische hinausgeht und den gesellschaftlichen Kontext ergreift: Dieser realistischen Richtung der Fotografie fühle ich mich verpflichtet.

Seit Jahren in meiner Freizeit als Fotograf; meine Themen sind vielfältig, von der Natur- und Landschaftsaufnahme bis zu sozialen Ereignissen fühle ich mich stets dem abgebildeten Gegenstand verbunden, damit dieser nicht Objekt bleibt, sondern durch das Bild spricht.

In den letzten Jahren habe ich die Bühnenprojekte des TheaterProzess und des Heinrich-Heine-Club Offenbach fotografisch begleitet.

Ich bin Mitglied der AG FotoGesellschaft in der KunstGesellschaft Frankfurt, die schon durch ihre Namensgebung den gesellschaftlichen Zusammenhang aller Kunst behauptet.

Diese Seiten zeigen meine Fotos in Alben / Galerien organisiert. Auf meiner TextSeite bringe ich Beiträge und Berichte zu den Fotos.

Startseite / Bühne / Heinrich-Heine-Club Offenbach / 2018 / 23.04.2018 - Der Kontrabass von Patrick Süskind [14]

Der Kontrabass von Patrick Süskind

Am 23.04.2018 spielte Nisse Kreysing (Regie Matze Schmidt) beim Heinrich-Heine-Club Offenbach e.V. im Theateratelier Bleichstraße 14H vor lachendem Publikum Der Kontrabass von Patrick Süskind

Der Prodagonist ist Musiker im Staatsorchester und spielt das unhandlichste Instrument, das man sich vorstellen kann: den Kontrabass. Ein Waldschrat von Instrument. Das scheußlichste und plumpeste Instrument, das je erfunden wurde. Nein, dass er ihn liebt, kann man wirklich nicht behaupten. Er übt auch nicht, bei acht Kontrabässen ist es eh wurscht, was der einzelne spielt. Und als "Tutti-Schwein" am dritten Pult steht er ohnehin ganz hinten in der Orchester-Hackordnung. Wagner steht er skeptisch gegenüber, und Jazz lehnt er sowieso ab.

Außerdem hat er seit zwei Jahren keine Frau mehr gehabt, und schuld ist der Kontrabass. Und so sitzt er allein in seinem schallisolierten Akustikzimmer, trinkt ein paar Bier gegen den Feuchtigkeitsverlust und hadert mit sich, dem Orchester, der Welt und diesem Monstrum von Instrument. Aber da ist noch Sarah, die junge, neue Mezzosopranistin, in die er sich unsterblich verliebt hat. Eine herrliche Frau, die nur leider noch nie Notiz von ihm genommen hat. Und so fasst er einen schwerwiegenden Entschluss …

Patrick Süskind, u. a. Autor des Welterfolgs "Das Parfüm", hat ein Stück geschrieben, das seit seiner Uraufführung 1981 der erfolgreichste Monolog auf deutschen Bühnen ist. Etwas, was kein Komponist je geschaffen hat, ein furioses Solostück für einen Kontrabass nämlich und gleichzeitig ein tiefer Einblick in ein höchst fragiles Seelenleben.

Eine Theaterproduktion von Waggonhalle Marburg.

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